Bildungsreise nach Oświęcim: Unternehmen übernehmen Verantwortung mit Blick auf die Geschichte
Im September 2026 organisierte die Hans und Berthold Finkelstein Stiftung erneut eine Bildungsreise nach Oświęcim (Auschwitz). Teilgenommen haben Mitarbeitende verschiedener Unternehmen und Organisationen, darunter BASF, Bayer, SAP, die Deutsche Bank und BarmeniaGothaer.
Die Reise vertiefte das Verständnis der Teilnehmenden für den Lagerkomplex Auschwitz. Zudem rückte sie die Rolle deutscher Unternehmen im Nationalsozialismus in den Fokus. In Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte und dem Museum Auschwitz-Birkenau sowie deren Bildungsabteilung setzten sich die Teilnehmenden mit der Geschichte des Konzentrations- und Vernichtungslagers auseinander. Sie hörten sich die Biografien von Opfern und Überlebenden an. Sie besuchten Auschwitz I, Auschwitz II-Birkenau und Auschwitz III-Monowitz.
Ein Schwerpunkt lag auf dem ehemaligen I.G.-Farben-Werk in Auschwitz und dem Lager Monowitz. Die Teilnehmenden setzten sich mit industrieller Produktion, Zwangsarbeit und den Verbrechen der Nationalsozialisten auseinander. Dieser Zusammenhang verdeutlicht die Verantwortung, die Unternehmen damals trugen und auch heute noch tragen. Auschwitz erinnert uns daran, wohin die Missachtung von Menschenrechten und Menschenwürde führen können.
Die Bildungsreisen der Finkelstein-Stiftung verbinden historisches Lernen mit persönlicher Reflexion und Austausch. Sie schaffen Raum, um die Vergangenheit zu verstehen und daraus Verantwortung für die Gegenwart abzuleiten. Eine zentrale Frage steht dabei im Mittelpunkt: Wie können die Lehren aus der Geschichte heute Demokratie, Menschenrechte und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken?
Die Stiftung dankt allen Teilnehmenden für ihre Offenheit, ihr Engagement und ihre Bereitschaft, sich mit schwierigen Kapiteln der deutschen Geschichte auseinanderzusetzen. Begegnungen wie diese halten die historische Verantwortung lebendig und geben Impulse für verantwortungsvolles Handeln in der Gegenwart.