Alt tag

Was wir tun

Warum Reflektion über die Geschichte für eine bessere Zukunft unerlässlich ist

Die Bayer AG setzt sich für Freiheit und Meinungsvielfalt ein und will einen Beitrag zum Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art leisten. Aus diesem Grund wurde die Hans und Berthold Finkelstein Stiftung gGmbH gegründet. Ziel ist es, die Geschichte der Finkelsteins zu würdigen, an die Vergangenheit zu erinnern und die Taten der I.G. Farben während des Nationalsozialismus zu reflektieren. Das Gedenken an Hans und Berthold Finkelstein leitet unsere Auseinandersetzung mit der Geschichte und die daraus abgeleiteten Maßnahmen. Trotz umfangreicher Förderung der Erforschung der Vergangenheit und der Gestaltung von Erinnerungskultur durch Initiativen in Deutschland und darüber hinaus, besteht nach wie vor eine Lücke in der Aufarbeitung der Rolle der I.G. Farben und anderer industrieller Profiteure der NS-Zwangsarbeit.

 

Die Hans und Berthold Finkelstein Stiftung fördert daher im Auftrag von Bayer unabhängige Forschungen zu dem im Nationalsozialismus begangenen Unrecht, insbesondere zum Thema Zwangsarbeit bei der I.G. Farben. Sie unterstützt erinnerungskulturelle Projekte, organisiert Veranstaltungen, entwickelt Programme für verantwortungsvolle Führung in Unternehmen und fördert dialogorientierte Projekte.

 
Die Hans und Berthold Finkelstein Stiftung gGmbH basiert auf drei miteinander in Verbindung stehenden Säulen:

Erinnerung

Die Stiftung will sich mit dem Erbe der I.G. Farben auseinandersetzen, zeitgemäße Erinnerung gestalten und die Geschichten von Opfern und Tätern, insbesondere zur NS-Zwangsarbeit sichtbar machen.

Forschung

Die Stiftung will dazu beitragen, Forschungslücken bezüglich der Rolle von Unternehmen zur Zeit des nationalsozialistischen Regimes zu schließen und die Erkenntnisse der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Resilienz

Die Stiftung will die Resilienz gegenüber Antisemitismus, Rassismus, jeglichen Hass, Totalitarismus und (digitale) Gewalt stärken – in der Gegenwart und in Zukunft.

In der Vergangenheit konnten wir sehen, dass in Zeiten fundamentaler Veränderungen Menschen autoritäre Systemen in besonderer Weise unterstützen. Der Zweite Weltkrieg hat gezeigt, wie leicht und dauerhaft Werte und Prinzipien gebeugt werden können. Dennoch sind gesellschaftliche Entwicklungen immer Folge aktiver und individueller Entscheidungen. Wir glauben an die Stärke des Wissens und der Aufklärung, die wir durch die Aktivitäten der Hans und Berthold Finkelstein Stiftung gGmbH weiter fördern möchten. Wir können unsere Gegenwart und Zukunft nur verstehen, wenn wir die Vergangenheit reflektieren.

Weitere Informationen