Medical Review Auschwitz – Internationale Konferenz in Kraków
Die internationale Konferenz „Medical Review Auschwitz: Medicine Behind the Barbed Wire“ wird in diesem Jahr vom 6. bis 8. Oktober 2026 stattfinden in Kraków, Anmeldungen sind ab sofort möglich. Die Finkelstein Stiftung begleitet die Veranstaltung weiterhin als Förderpartner.
Ziel des Konferenzformats ist es, aktuelle Forschungsergebnisse zu medizinischen Verbrechen im Nationalsozialismus zusammenzuführen und deren Bedeutung für heutige ethische Fragen in Medizin und Gesundheitswesen zu diskutieren. Die Konferenz bringt internationale Fachleute sowie Nachwuchsmediziner*innen zusammen und bietet Raum für fachlichen Austausch und interdisziplinäre Perspektiven.
Geplant ist erneut ein gemeinsamer Besuch der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Dabei stehen insbesondere Orte im Mittelpunkt, die mit medizinischen Experimenten an Häftlingen verbunden sind. Auch die Auseinandersetzung mit künstlerischen Formen der Erinnerung, etwa durch die Ausstellung „Negative der Erinnerung“ von Marian Kołodziej, ist Teil des Programms.
Das inhaltliche Programm umfasst Beiträge aus Medizin, Geschichtswissenschaft, Recht und Bioethik. Diskutiert werden sowohl konkrete historische Befunde als auch deren Relevanz für gegenwärtige medizinethische Fragestellungen. Zeitzeugengespräche und persönliche Perspektiven sollen dabei bewusst eingebunden werden.
Im Rahmen der Konferenz wird zudem der Zdzisław-Jan-Ryn-Preis für einen herausragenden Vortrag vergeben. Ein begleitendes Fellowship-Programm richtet sich an junge Mediziner*innen und ermöglicht ihre aktive Teilnahme sowie den internationalen Austausch.
Die Vorträge der Konferenz werden im Anschluss online zugänglich gemacht.
Mit der Unterstützung der Konferenz und der Weiterentwicklung ihres digitalen Auftritts fördert die Finkelstein Stiftung die Auseinandersetzung mit medizinischer Ethik, historischer Verantwortung und den Herausforderungen ärztlichen Handelns im Spannungsfeld von Wissenschaft und Gesellschaft.