Understanding Europe

 

Europa, lass uns reden!  

 

Gemeinsam digitale und demokratische Resilienz stärken  

United for Democracy

© Schwarzkopf Stifung -  Arad Aramimoghaddam

 

Neue Publikation: „Empowering Youth – Building Resilience: A New Era of Media Education“

Zum Jahresbeginn 2026 ist im Rahmen der Kooperation zwischen der Hans und Berthold Finkelstein Stiftung und der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa eine neue Publikation erschienen.

Mitglieder des europäischen Bildungsnetzwerks Understanding Europe zeigen darin, wie jugendgeleitete, inklusive und rechtebasierte Medienbildung junge Menschen stärkt, sich aktiv und kritisch in der digitalen Öffentlichkeit Europas zu bewegen.

Die Publikation verbindet praxisnahe Beispiele aus der Bildungsarbeit mit konkreten Methoden, die Medienkompetenz, kritisches Denken und demokratische Teilhabe fördern. Sie unterstreicht, dass Medienbildung ein zentraler Baustein für widerstandsfähige, inklusive und demokratische digitale Gesellschaften ist. 2025 hat die Hans und Berthold Finkelstein Stiftung mit der Schwarzkopf-Stiftung Junges Europa kooperiert. Das europäische Bildungsnetzwerk „Understanding Europe“ von und für junge Menschen stärkt europaweit den kritischen Umgang mit digitalen Räumen sowie demokratische und digitale Resilienz.  

Zur englischsprachigen Publikation hier.

 

Im Mittelpunkt der Partnerschaft steht die Peer-to-Peer-Bildung in zwölf europäischen Ländern. Teil davon sind „Media Crash Courses“: praxisorientierte Workshops, die zentrale Themen wie Fake News, Hassrede, diskriminierende Mediennarrative, den Einfluss von Algorithmen und digitale Rechte behandeln.  

United for Democracy

© Schwarzkopf Stifung - Arad Aramimoghaddam

Workshops, Trainings und Publikationen für mehr Medienkompetenz 

Das Netzwerk führte ca. 80 Workshops, lokale sowie transnationale Trainings für Trainer*innen durch und fasste in der Publikation, bewährte Methoden aus der Bildungsarbeit zusammenfasst. Durch Medienkompetenz und zivilgesellschaftliches Bewusstsein werden so junge Europäer*innen befähigt, aktiv an einer gerechteren, inklusiveren und resilienteren Demokratie mitzuwirken. Auch die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, mit der die Finkelstein Stiftung eng zusammenarbeitet, unterstützt die Initiative.  

 

7. Transnationales Training für Trainer*innen in Wien

 

Ein wichtiger Meilenstein war das 7. Transnationale Training für Trainer*innen (TT4T), das vom 11. bis 13. April 2025 in Wien stattfand. 15 junge Menschen aus ganz Europa setzten sich intensiv mit inklusiver Medienbildung und kritischer Medienkompetenz auseinander. In Zusammenarbeit mit der inklusiven Redaktion „Andererseits“ diskutierten sie, wie Medien gesellschaftliche Narrative prägen und wie Journalismus Empowerment und Teilhabe fördern kann.

Besonders bereichernd: Der Workshop von Lukas Burnar, Geschäftsführer von „Andererseits“, der wertvolle Impulse zu Barrierefreiheit und Innovation in der Medienbildung gab. Die Peer-Trainer Kansu Ekin Tanca (Türkei) und Marine Abrahamyan (Armenien) begleiteten die Gruppe durch ein vielseitiges Programm, das von Desinformation bis zum Umgang mit belastenden Medieninhalten reichte.

 

Medienkompetenz als Schutz und Schlüssel zur aktiven Teilhabe

 

Die Selbsteinschätzungen der Teilnehmenden zeigten eine deutliche Steigerung ihres Medienbewusstseins und ihrer digitalen Resilienz. So fühlten sich viele besser gerüstet, Fake News zu erkennen, Medieninhalte kritisch zu hinterfragen und diskriminierende sowie manipulative Inhalte zu identifizieren und angemessen zu reagieren. Sie betonten, wie wichtig Medienkompetenz und Resilienz für junge Menschen heute sind – gerade in einer Zeit wachsender Polarisierung, sozialer Herausforderungen und digitaler Überforderung. Sie sehen die Fähigkeit, bewusst und kritisch mit Medien umzugehen, als entscheidenden Schutzmechanismus und als Grundlage für eine aktive, informierte Teilhabe an der Gesellschaft.