Workshop zur historischen Unternehmensverantwortung  

Am 6. Oktober 2026 findet im Jüdischen Museum Berlin der Workshop: „Wie kann eine historische Aufarbeitung im eigenen Unternehmen angestoßen werden?“ statt. Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende, die auch in Ihrem Unternehmen die historische Verantwortung sichtbar machen wollen.  

United for Democracy

(c)Stefanie Loos, Stiftung EVZ

Die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte, die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft und die Hans und Berthold Finkelstein Stiftung richten gemeinsam einen Workshop zur historischen Unternehmensverantwortung aus. Die Veranstaltung findet am 6. Oktober 2026 im Jüdischen Museum Berlin statt und richtet sich an Vertreter*innen aus Kommunikation, Public Affairs sowie Corporate Social (oder Political) Responsibility.

 

Im Mittelpunkt des Workshops steht die Frage, wie Unternehmen eine fundierte Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Geschichte – insbesondere im Kontext des Nationalsozialismus – anstoßen können. Thematisch werden bei dem diesjährigen Workshop die Verfolgung jüdischer Mitarbeiter*innen sowie die Enteignung jüdischer Unternehmen in den Blick genommen.  

Vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen wird die Beschäftigung mit historischer Verantwortung als wichtiger Bestandteil einer werteorientierten Unternehmensführung verstanden. Unternehmen, die ihre Vergangenheit transparent aufarbeiten und daraus Konsequenzen für ihr heutiges Handeln ableiten, leisten einen Beitrag zu einem diskriminierungssensiblen Arbeitsumfeld und stärken demokratische Werte.

 

Der Workshop schafft einen geschützten Rahmen für fachlichen Austausch und bietet praxisnahe Einblicke in unterschiedliche Herangehensweisen. Neben Impulsen von Expert*innen und Beiträgen von Nachkommen werden konkrete Projekte und Best-Practice-Beispiele vorgestellt. Eine Führung durch die Dauerausstellung des Jüdischen Museums ergänzt das Programm.

Die Veranstaltung knüpft an die in den Vorjahren durchgeführten Workshops in Frankfurt am Main (2024) und Weimar (2025) an und richtet sich sowohl an Unternehmen mit ersten Erfahrungen in der historischen Aufarbeitung als auch an Organisationen, die sich dem Thema neu nähern möchten.  

Ein digitaler Folgetermin etwa drei Monate nach dem Workshop bietet den Teilnehmenden Gelegenheit, die angestoßenen Prozesse weiter zu vertiefen und sich über Entwicklungen auszutauschen.  

Die Anmeldung erfolgt auf der Seite der Stiftung EVZ: Workshop „Wie kann eine historische Aufarbeitung im eigenen Unternehmen angestoßen werden?