Filmscreening BLOCK 10 in Berlin: Medizinische Versuche an weiblichen KZ-Häftlingen 

Am 30. November 2026 veranstaltet die Finkelstein Stiftung gemeinsam mit der Schering Stiftung in Berlin eine Vorführung des Spielfilms BLOCK 10, der aktuell in den Kinos läuft (Start: 5.11.2026). Der Film handelt von den medizinischen Experimenten an Frauen im Stammlager Auschwitz. Anschließend findet ein Gespräch mit dem Regisseur Marcus O. Rosenmüller und der Produzentin/ Drehbuchautorin Alice Brauner. 

Im Stammlager Auschwitz werden Anfang 1943 hunderte jüdische Frauen in Block 10 interniert und systematisch medizinischen Experimenten zur Zwangssterilisation ausgesetzt.  NS-Mediziner erproben an ihnen schmerzhafteste Methoden der Zwangssterilisierung. Häftlingsärzte müssen kollaborieren. Der jüdische Gynäkologe Dr. Maximilian Samuel wird mit der Vergasung seiner 20jährigen Tochter erpresst, verweigert er sich den brutalen Experimenten. Gefangen in dem moralischen Dilemma, sucht er seinen eigenen Weg. Die SS-Mediziner, allen voran der Gynäkologe Carl Clauberg, testeten an ihnen verschiedene Formen der Zwangssterilisation. Hierfür nutzte Clauberg Hormonpräparate und Kontrastmittel der Schering-Kahlbaum AG.

 

Der Film BLOCK 10 rekonstruiert, basierend auf historischen Dokumenten und Zeugenaussagen, die Medizinverbrechen, die in Auschwitz an hunderten Frauen begangen wurden. Die Geschichte spielt konsequent innerhalb dieses einen Ortes und vereint dabei die Perspektiven von Opfern, Tätern und Funktionshäftlingen in einem gemeinsamen, unentrinnbaren Raum. Gerade diese Verdichtung macht die moralischen Konflikte, Machtstrukturen und Abhängigkeiten auf besondere Weise erfahrbar und unterscheidet den Film von bisherigen Darstellungen. Besonders ist auch, dass hier erstmals das neu entwickelte 360-Grad-Virtual-Reality-Material aus der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau in einem fiktionalen Kinofilm eingesetzt wurde. Dies ermöglicht eine räumlich erfahrbare, historisch präzise Annäherung an die originalen Schauplätze und eine neue, immersive Form der Auseinandersetzung mit der Geschichte. In den Hauptrollen sind Christian Berkel, Axel Prahl und Bibiana Beglau zu sehen.

 

Die Hans und Berthold Finkelstein Stiftung organisiert die Veranstaltung gemeinsam mit der Schering Stiftung. Nach der Filmvorführung findet anschließend ein Gespräch mit dem Regisseur Marcus O. Rosenmüller und der Produzentin/Drehbuchautorin Alice Brauner statt.
 

 

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Zum Trailer des Films geht es hier.

Wir fördern zudem die wissenschaftliche Erforschung der Thematik. Mehr Informationen zum Projekt an der Charité Berlin: Forschungsprojekt zu Schering AG und NS-Medizinverbrechen | Finkelstein Foundation