NS-Zwangsarbeit: Täter*innen und Opfer (“Nazi Slave Labour: Perpetrators and Victims”)
Ausstellung der Wiener Holocaust Library (20. Mai – 30. Oktober 2026) in London.
Jüdische Zwangsarbeiter im Lager Krakau-Płaszów im von Deutschland besetzten Polen, c. 1942/3. Wiener Holocaust Library collections.
Zwischen 1939 und 1945 wurden rund 20 Millionen Menschen von der nationalsozialistischen Diktatur als Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter ausgebeutet. Die neue Ausstellung “Nazi Slave Labour: Perpetrators and Victims” der Wiener Holocaust Library beleuchtet die Dimensionen der Gewalt und zeigt die Perspektiven der Täter*innen und Opfer.
Im Mittelpunkt steht das breite Spektrum nationalsozialistischer Zwangsarbeit: von jüdischen Arbeitskräften in Ghettos und Konzentrationslagern über zivile Arbeiterinnen und Arbeiter aus besetzten Gebieten bis hin zu Kriegsgefangenen. Zweieinhalb Millionen Menschen überlebten diese Ausbeutung nicht. Unternehmen wie I.G. Farben und Krupp profitierten direkt von diesem System, indem sie KZ-Häftlinge über die SS anforderten und unter lebensgefährlichen Bedingungen arbeiten ließen.
Die Ausstellung stützt sich auf seltene Fotografien, heimlich angefertigte Aufnahmen von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, Zeitzeugenberichte und Unternehmensdokumente. Ergänzt wird sie durch erstmals gezeigte Porträtaufnahmen des Fotografen Mike Stone, die Überlebende nationalsozialistischer Zwangsarbeit porträtieren und ihre Biografien sichtbar machen.
Die Präsentation zeigt, wie weit das Netz der NS-Zwangsarbeit reichte – von landwirtschaftlichen Betrieben über die chemische Industrie bis zu Großprojekten wie den Atlantikbefestigungen – und macht die Verantwortung der beteiligten Institutionen deutlich. Besucher*innen erhalten einen vertieften Einblick in die Realitäten der Opfer und die Mechanismen der Ausbeutung.
Weitere Informationen zur Ausstellung stellt die Wiener Holocaust Library auf ihrer Website bereit. Für Presseanfragen ist dort die Pressestelle erreichbar.